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Der Heimatverein blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2009 zurück

 

„Unser Heimatverein blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2009 zurück“, bewertet der Vorsitzende Hubert Schulte-Kemper die vergangenen zwölf Monate mehr als positiv. „Was die vielen aktiven Mitglieder auf die Beine gestellt haben, sucht Seinesgleichen.“ Mit großer Freude agieren die Heimatfreunde an vielen Stellen und bereichern das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Marl.

 

Europäisches Friedenshaus

Höhepunkt im Vereinsleben war sicherlich die feierliche Einweihung des Europäischen Friedenshauses im Mai. Im Beisein zahlreicher Gäste aus dem diplomatischen Corps und vieler hundert Marler Bürgerinnen und Bürger übernahm der Heimatverein die ehemalige Friedhofskapelle auf dem Brasserter Friedhof. Die Festrede hielt der damalige Präsident des Europäischen Parlaments Dr. Hans-Gerd Pöttering. Die Weihe vollzog Dr. Franz-Josef Overbeck, seinerzeit noch Weihbischof in Münster, jetzt Ruhrbischof in Essen, gemeinsam mit Pfarrer Roland Wanke und Dechant Thomas Hüwe. „Ich bin den vielen Helfern, die aus dem abbruchreifen Gebäude ein Schmuckstück gemacht haben, unendlich dankbar,“ erinnert sich Schulte-Kemper an die arbeitsreichen Monate vor der Übergabe im Mai. „Auf unserer Freunde aus den Kleingartenvereinen und dem Siedlerverein Brassert war hundertprozentig verlass,“ lobt der Vorsitzende die „Mauerspechte“.

Inzwischen mausert sich das Friedenshaus zu einem Ort der Begegnung. Mehr als dreißig Veranstaltungen beherbergte es 2009 unter seinem Dach. „Der Raum ist ideal für Konzerte, Ausstellungen und Vorträge. Das Haus liegt mitten in Marl – aber auch mitten im Grünen. Es ist ein Ort der Begegnung – und ein Ort der Meditation. Das Friedenshaus ist ein Juwel, mit dem sich unsere Stadt schmücken kann“, schwärmt Hubert Schulte-Kemper. Es gibt bereits Nutzer, die das Haus regelmäßig für Veranstaltungen buchen. Von Konzerten in und am Haus über Tagungen und Ausstellungen bis hin zur Kindstaufe hat es im Jahr 2009 schon alles gegeben. „Wir laden alle Marler ein, dieses Haus für sich zu entdecken und mit ihren Ideen zu füllen.“

 

Traditionelle Feste

Zu den Veranstaltungen, auf die die Heimatfreunde nicht verzichten mögen, zählen die Karnevalssitzung am Veilchendienstag, das Aufrichten des Maibaums, der Ausflug für die Mitglieder, die Ungarnfahrt in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein Marl-Zalaegerszeg, der Mühlentag und die Teilnahme am VolksParkFest am 3. Oktober. „Das sind Veranstaltungen, für die wir eigentlich nicht werben müssten“, kennt der Vorsitzende den Geschmack seiner Vereinsmitglieder. Gleiches gilt für die Abende, an denen der Verein zum Panhas-, dicke Bohnen-, Grünkohl- oder Fischessen einlädt. „Auch das sind für viele Heimatfreunde ‚gesetzte Termine’, die schon am Anfang des Jahres in die Kalender eingetragen werden.“ Eine Wiederholung verlangt der Abend mit Lyrik und Wein im Mühlenturm an der Hochstraße. Die Marler Autorin Maria Bickler und der Weinhof Stork gestalteten auf Einladung des Heimatvereins einen unvergesslichen Abend.

 

Hammer Freunde

Ein Aktivposten sind die Hammer Freunde im Heimatverein. Die Gruppe um Thomas Raub organisierte Radtouren, Begegnungsabende, Benefizkonzerte und bunte Abende mit Essen und Unterhaltungsprogramm. Der Erlös der Veranstaltungen kommt stets Einrichtungen im Stadtteil zugute.

 

Gesang in der Museumsscheune

„Als uns Norbert Croonenbrock anbot, regelmäßig zum Volksliedersingen in die Scheune einzuladen, fanden wir das eine gute Idee“, erinnert sich der Vorsitzende. „Von Anfang an kamen Marlerinnen und Marler zu den Nachmittagen und waren mit großer Begeisterung dabei. Die Resonanz ist unglaublich groß und die Freude, die sich dort einstellt, schallt weit aus der Schmiede heraus.“

Die Schmiede ist auch Ort der Krippenausstellungen. Diese Ausstellung stimmt mit der Schau privater Krippen auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. In diesem Jahr zählten die Organisatoren erstmals mehr als 900 Besucher.

 

Der Erzschacht ist ein Industriedenkmal

„Der Erzschacht in Marl-Drewer ist jetzt Bestandteil der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur“, ist Hubert Schulte-Kemper stolz auf die Arbeit, der Erzschachtfreunde. In Drewer-Süd wird vom Heimatverein ein wunderschönes Gebäude gepflegt und ständig gewartet, das viele Freunde gefunden hat. Der Förderturm ist ein Wahrzeichen des Stadtteils und die große Halle mit den Maschinen und Exponaten aus der Zeit des Bergbaus imponiert Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen. Der Erzschacht bietet eine wundervolle Kulisse für das gleichnamige Familienfest und das Adventskonzert des Bläserchores der Auferstehungskirche.

Auch diese Immobilie des Heimatvereins kann – wie das Friedenshaus, der Mühlenturm und die Scheune – für private Veranstaltungen genutzt und gemietet werden.

 

Plattdeutsche Sprache und Geschichtswerkstatt

Zur Heimatpflege gehören auch die Gesprächskreise der Freunde Plattdeutscher Sprache, die sich regelmäßig im Menuhin-Haus treffen. In Kooperation mit der VHS „insel“ veranstaltet der Heimatverein die „Marler Geschichtswerkstatt“ in der Museumsscheune und die „Kultur- und Heimatgeschichte von Polsum“, wo man sich „Zur Alten Post“ trifft.

 

Der Heimatverein ist ein starker Motor im Marler Kulturleben

„Der Heimatverein hat mehr als 800 Mitglieder, die alle sehr aktiv und kreativ sind“, resümiert der Vorsitzende. „Der Verein lebt daher nicht von, sondern mit und für seine Mitglieder, auf deren Ideen und Tatkraft ich ganz besonders stolz bin. Unser Verein bewahrt nicht nur die Tradition, er füllt sie mit Leben und bereichert unsere Stadt mit seinen Veranstaltungen auf vielfältige Weise“, freut sich Hubert Schulte-Kemper. „Der Heimatverein Marl ist ein starker Motor in unserer Stadtgesellschaft – und sogar darüber hinaus, wie wir bei der Vorstellung des Programms für 2010 sehen werden.

 

Kontakt zum Heimatverein, alle Anfragen, alle Auskünfte

E-Mail Heimatverein-Marl@gmx.de oder www.heimatverein-marl.de

 

 

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