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Grimme Preis 2012
Wenn man sich fragt wofür Marl bekannt ist fällt einem natürlich der Grimme-Preis ein, dieser ist weiträumig als Auszeichnung für qualitativ hochwertige Fernsehunterhaltung bekannt und anerkannt. Benannt nach dem Generaldirektor(1948-1956) des Nordwestdeutschen Rundfunks, Adolf Grimme(1889-1963). Aus dem Rundfunk geht der WDR und der NDR hervor.
Am 23.März dieses Jahres war es zum 48.Mal soweit. Unsere Stadt glänzte von allen Seiten. Es wurde um 15 Uhr zu einem Presseempfang im Rathaus geladen. Unterstütz vom Feierabendhaus und Björn Freitag, die für die geladenen Gäste kochten.
Den Grimme-Sonderpreis bekam Hannelore Hoger. Dies begründete der Deutsche Volkshochschul-Verband als Stifter der Grimme-Preise in dem, dass Frau Hoger mit ihren ganz unterschiedlichen Rollen, in denen sie ihr schauspielerisches Talent zeigt, das deutsche Fernsehen bereichert. So kam es zu ihrem besonderen Ehrenpreis.
Ebenso bekam der Regisseur Dominik Graf einen Grimme-Preis, sein immerhin zehnter! Diesen bekam er für seine Krimi-Triologie „Dreileben“(ARD). Einen weiteren Grimme-Preis bekam Rosa von Praunheim für den Dokumentarfilm über Strichjungen: „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“ (rbb/ARD).
Die Produktion „Du bist kein Werwolf“ (WDR) erhielt den Sonderpreis Kultur des Landes NRW. Moderator Ralph Caspers (bekannt aus der „Sendung mit der Maus“ oder „Wissen macht AH!“), scherzte, da der WDR ein in dieser Form noch nie da gewesenes Format auf den Weg brachte: „Stille Wasser sind tief, und im Grunde ist es gut, so ein Elternhaus zu haben wie den WDR, mit verständnisvollen Eltern, die alles unterstützen, was man vorhat.“ Ralph Caspers wurde, neben Redakteurin Manuela Kalupke und Ralf Dölfs für Idee und Konzeption ausgezeichnet.
In der Kategorie Unterhaltung durften sich unter anderem Iris Berben, Peter Simonischek, Axel Milberg und Nina Kunzendorf freuen, aus der sechsköpfigen Gruppe der Produktion „Liebesjahre“ (ZDF). Frau Berben erhielt den Grimme-Preis zum ersten Mal und freute sich sichtlich: „Das Arbeiten war so schön, und jetzt der Preis. Ist das nicht toll? Ich bin so glücklich.“
Der Film handelt von einem geschiedenen Paar, das ihr gemeinsames, früheres Haus verkaufen will. Beide reisen auf Grund ihrer Begegnung in ihrem Haus durch ihre gemeinsame Vergangenheit. „Das Haus“, so Berben, „war fast der fünfte Hauptdarsteller.“
Am Abend fand die Verleihung nach dem Presseempfang im Theater Marl statt.
Wir danken dem Grimme Institut insbesonders Herrn Severin für die tolle Unterstützung.
Text Lea Kahl
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