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Eine Allee alter Obstbaumsorten säumt den Weierbach

 

Offene Türen lief der Heimatverein beim Umweltamt der Stadt Marl ein. Die Idee, entlang des Weierbachs „alte“ Obstsorten anzupflanzen, wurde sofort für gut befunden. „Sobald es das Wetter zulässt, werden Horst Zachau, die Mauerspechte und ein Mitarbeiter des Umweltamts den Bach ablaufen und die möglichen Standorte der Obstbäume festlegen“, freut sich Hubert Schulte-Kemper, Vorsitzender des Heimatvereins. „Der Heimatverein kauft in den kommenden zwei Jahren jeweils 20 Bäume, die dann von den Mauerspechten fachgerecht an Ort und Stelle gepflanzt werden.“

 

Allee in zwei Schritten

Schon beim Lesen der Namen der alten Apfelsorten wie Geheimrat Oldenburg, Minister von Hammerstein, Geflammter Kardinal oder Himbeerapfel lief den Mitgliedern des Heimatvereinvorstandes das Wasser im Munde zusammen. „Wie herrlich wird es sein, wenn der Bachlauf zu einer Obstbaumallee wird. Hier können sich junge wie alte Menschen in den Schatten der Bäume setzen, das Gedeihen der Pflanzen und das Wachsen der Früchte beobachten“, sieht Hubert Schulte-Kemper schon ein paar Jahre in die Zukunft. Wegen geplanter Bauarbeiten am Weierbach startet die Pflanzaktion in diesem Jahr auf dem Abschnitt zwischen der Breite Straße und der Kaspar-Grove-Straße. Im nächsten Jahr „überspringt“ die Allee dann die Straße und weitet sich Richtung Kleingartenanlage Im Hembrauk aus.

 

Gepflanzte Dankbarkeit

„Die Obstbaumallee soll nicht allein dem Heimatverein überlassen bleiben“, appelliert der Vorsitzende an alle interessierten Marler, sich an der Pflanzaktion zu beteiligen. „Jeder kann einen Baum pflanzen lassen. Eine Goldene Hochzeit, die Geburt eines Kindes, die Genesung nach einer schweren Krankheit – das sind Gründe, einen Apfel-, Birnen-, Pflaumen- oder Kirschbaum zu spenden und alle Marler an der eigenen Freude und Dankbarkeit zu beteiligen.“

 

Baumspender sind willkommen

Die Kosten für einen Obstbaum inklusive Befestigungsmaterial und Hinweisschild schätzt Horst Zachau grob auf 35 €. Der Kleingärtner wird sich in den kommenden Wochen mit den alten Obstsorgen beschäftigen. Wer sich für eine Baumspende interessiert, meldet sich per E-Mail beim Heimatverein Marl: heimatverein-marl@gmx.de.

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