Am Pfingstmontag, 5. Juni 2017,veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. zusammen mit ihren Landes und Regionalverbänden den 24. Deutschen Mühlentag.

Mehr als 1.100 Mühlen nehmen deutschlandweit teil.

Die zentrale und offizielle Auftaktveranstaltung des diesjährigen Deutschen Mühlentages wird von dem Thüringer Landesverein für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung TVM e.V. ausgerichtet und findet an der Bockwindmühle Lumpzig in Thüringen statt. Schirmherr der Veranstaltung ist der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen Bodo Ramelow.

Zweck des seit 1994 immer am Pfingstmontag

stattfindenden Deutschen Mühlentages ist, die Aufmerksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit auf diese

technischen Denkmäler zu richten, deren Geschichte über 2000 Jahre zurück reicht.

Diese Veranstaltung wird in jedem Jahr mit einem eigens hierfür gestalteten Plakat beworben, welches nicht nur von den Mühlenbetreibern und den Mitgliedern gerne ausgehängt wird, sondern auch bundesweit auf den Deutschen Mühlentag aufmerksam macht. Um diesem Ereignis noch einen angemessenen Rahmen zu geben, findet reihum     in einem der 14 Landes-und regionalen Mühlenverbänden eine offizielle Eröffnungsveranstaltung statt, bei der der Präsident der DGM den Deutschen Mühlentag eröffnet.

Dieses Jahr wird der Thüringer Landesverein für Mühlenkunde u. Mühlenerhaltung TVM e.V.Ausrichter sein.

Jede Mühle hat ihre besondere Geschichte. Nie geht es dabei allein um Technikgeschichte, sondern stets auch um kultur-und sozialgeschichtliche Belange.

Das macht auch heute noch die Faszination der historischen Müllerei aus. Die Bockwindmühle in Lumpzig ist die letzte erhaltene des Altenburger Landes und gleichzeitig eine der beiden ältesten (1732) Bockwindmühlen Thüringens. In der Mühle wurden noch zu Betriebszeiten interessante technische Veränderungen vorgenommen, wie sie heute nur noch in ganz wenigen Bockwindmühlen

nachvollziehbar sind. So wurde in der Lumpziger ockwindmühle ((entgegen der sonst üblichen Methode) bei der Erweiterung eines zweiten Mahlganges ein Schrägstockgetriebe eingebaut. Die zwei Mahl-bzw. Schrotgänge sind demzu-folge nebeneinander angeordnet und werden von nur einem Kammrad angetrieben.

Diese Besonderheit verschafft der Mühle einen hohen Denkmalpflegerischen und Industrie geschichtlichen Wert.

Neben der Windkraft ist die Wasserkraft das bedeutendas Element zum Antrieb der Mühlen. Doch die Wasserkraft ist in Gefahr.

Überzogene ökologische Auflagen, ausgelöst durch die Wasserrahmenrichtlinie, erschweren immer mehr an den Wasserkraftanlagen den Weiterbetrieb der einst bedeutendsten Energieerzeugung. Viele kleine Mühlenstandorte und technische Kulturdenkmäler werden den Betrieb der Wasserräder und Turbinen aufgeben müssen, da durch erhöhte Wasserabgabemengen und Herstellung der geforderten Anlagen zur Durchgängigkeit der Gewässer und zum Fischschutz ein dauerhafter und wirtschaftlicher Betrieb meist nicht gewährleistet ist.Ohne Wasser ist die Nutzung der Wassermühlenstandorte akut bedroht und kann damit verloren gehen!

 

Auch die Marler Mühlradfreunde nahmen an der Veranstaltung teil.

Viele Familie machten einen Ausflug zum Heimatmuseum. Dort wurde ihnen gezeigt und erklärt wie unsere Wassermühle arbeitet. Ein Gang durch das Heimatmuseum nahmen viele wahr.

 In der Scheune waren die Frauen fleißig und schmierten Brote mit Schmalz und Schinken, dazu ein kühles Bier. Die Mühlradsänger sangen die alten Volkslieder.

 In dem Nebenhaus war das Schmiedefeuer angezündet und wer wollte konnte sich sein eigenes Hufeisen schmieden lassen. Auch an der Holzdrehbank wurde fleißig gearbeitet, so konnte die Zuschauer erleben wie aus einem Stück Holz ein kleines Kunstwerk ensteht.

Das Guido Heiland Bad lud die Gäste zu Kaffee und Kuchen ein.

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